Künstlerin | Fotografin
Diplom-Designer (FH) Maskenbildner

Ungewöhnliche und seltsame Formen haben mich schon immer fasziniert. Ich fühle mich zu Dingen hingezogen, die außerordentlich sind in ihren Eigenschaften, und manchmal bin ich das auch. Kunst ist ein alltäglicher Begleiter, sie verkörpert all das, was die Faszination der Extreme widerspiegelt: tiefste Ruhe und laute Töne, sanfte Schattierungen und mächtige Farben. Geboren in der Ukraine, zogen wir in meinem sechsten Lebensjahr nach Deutschland, in ein kleines Dorf, umgeben vom Grünen.
Meine Welt war manchmal ungewöhnlich und gleichzeitig so ruhig und banal, wie sie manchmal nun sein kann. Also suchte ich meine Abenteuer selbst, tauchte in fantastische Welten ab, lernte mystische Kreaturen kennen, und vergrub mich in Geschichte. Mein Stift war dann das Werkzeug, welches sich zum Pinsel und zur Kamera wandelte, doch habe ich sie alle nie losgelassen. Besuchte die Kunstschule und dann die Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Suchte den Menschen selbst als meine Leinwand und arbeitete am Film, Theater, und Oper in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Heutzutage entdecke ich meine außergewöhnlichen Welten selbst. Um meine Neugier zu befriedigen, labe ich mich an den schönen Künsten, die mich inspirieren, so wie das Leben selbst. Die Makrofotografie eröffnet Welten. Besonders spannend empfinde ich die Gegensätze der Oberflächen, deren Zerfall und deren Resilienz. Abstrakte Extreme entwickle ich digital, um Farben und Formen fließen zu lassen, größtenteils in der Art von Mustern. Aquarell ist zu einem Medium geworden, welches meine Gedanken und Gefühle fließen lässt. Ich male, um beängstigende Gefühle und Träume loszulassen. Sie finden ein neues Zuhause in ihrem Bild. Und wenn ich auf dem Boden sitzend die Natur und die Pflanzen tanzend im Wind beobachte, schwelge ich im Frieden und lasse los.
Doch sind die Kontraste stets geblieben – Verfall, Zerstörung, Leben und Wachstum, das alles verbinde ich in meiner Kunst. Plötzlich umfasst dich die Melancholie, doch da – die Hoffnung. Die Umwelt, die uns prägt, die Geschichte, die uns formt – doch was machen wir aus uns selbst? Fragen über Fragen. Umgibt uns nicht immer die Suche nach dem Sinn?
Mit meiner Kunst, mit meiner eigenen Interpretation und Herangehensweise, möchte ich weiterhin daran arbeiten, Sinn zu ergründen und – zu erschaffen.
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Anett Alexandra Bulano
