Künstler Statement Anett A. Bulano

Künstler Statement

Die Abstrakte.
Legendäre Abenteuer.
Mythische Helden.
Fremdartige Szenerien.

 


Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich schon immer eine Faszination für all das oben Genannte und dank der Liebe meiner Familie zur klassischen Literatur entwickelte ich auch eine Faszination und Neugier für alles Fantastische, alles leicht Ungewöhnliche. Historische Literatur und Mythologie, ganz gleich, woher sie stammte, faszinierten mich am meisten.
In meiner frühen Erziehung habe ich mir oft Ziele für meine zukünftigen Berufe gesetzt. Archäologin, Historikerin, Künstlerin, Bibliothekarin, Seefahrerin, Astronautin und Ärztin, ich wollte sie alle sein und am liebsten alle gleichzeitig.

Mein Ziel war es, das Unbekannte, neue Welten zu entdecken, Abenteuer zu erleben und magischen Kreaturen zu begegnen. Oft bot mir meine Liebe zum Gaming und zur japanischen Kultur einen tollen Ort, an dem ich meine Träume ausleben konnte.
Meinem Weg als Künstlerin zu folgen, mit vielen Abzweigungen und Unebenheiten auf dem Weg.

Der Eintritt in die Hochschule für Bildende Künste Dresden gab mir die Möglichkeit, meine Liebe zur darstellenden Kunst, zu Make-up-Effekten und zu allem, was ein wenig mit Kunst zu tun hat, zu vertiefen. Geschichtsunterricht, Künstleranatomie und eine Fülle von faszinierenden, erstaunlichen Künstlern.

Dort hatte ich auch meine erste richtige Begegnung mit der Fotografie. Ich fühlte mich schon immer dazu hingezogen, hatte aber nie die Gelegenheit dazu, da niemand, den ich als Kind kannte, eine Kamera besaß.

Eine neue Liebe war geboren.

Ich fotografierte alles, was ich vor die Linse bekommen konnte.

Mit fortgeschrittenem Verständnis folgte die analoge Fotografie und ich war völlig in meine Welt der Make-up-Effekte und der Fotografie eingewoben. Nach meinem Abschluss als Set-Designer für Make-up-Effekte im Jahr 2017 entschied ich mich, sofort in die Freiberuflichkeit einzutauchen.

Immer in engem Kontakt und umgeben von Menschen und der Kunst des Filmemachens und Bühnenspiels, wurde ich ständig mit der menschlichen Psyche konfrontiert.
Ich entwickelte ein tieferes Interesse an Psychologie und Philosophie.

Besonders an der menschlichen Beziehung zwischen Leben und Tod.

Die Konfrontation zwischen Licht und Dunkelheit, Verdammnis und Erlösung.

Schwarz und Weiß.

Bei zahlreichen Bühnenstücken, Opernaufführungen, Serien und Filmen in ganz Europa habe ich mitgewirkt. Ich sammelte einen inspirierenden Moment und eine Verbindung nach der anderen.

Aber es war nicht genug. Ich verspürte den dringenden Wunsch, meine eigenen Geschichten, meine eigene Vision zu erschaffen. Und irgendwie zog es mich zur Fotografie, viel mehr als zu jedem anderen Medium, das ich hätte wählen können. Und warum abstrakt, wenn ich unendlich viele Möglichkeiten hätte wählen können, meinen Beruf und meine Interessen zu verbinden. Nun, ich denke, was nicht seinen Weg gefunden hat, kann immer noch seinen eigenen finden.

Ich liebe es, auf Dinge zu achten, denen andere vielleicht keine Aufmerksamkeit schenken.

Die kleinsten Farbveränderungen, Oberflächenstrukturen, Kontraste, künstlich erzeugt oder natürlichen Ursprungs, faszinieren mich. Ich liebe verfallende Materialien und abstrakte Formen, an denen ich mich zu ikonografischen Interpretationen von Objekten und Formen, die ich sehen könnte, inspirieren kann.

Mit Hilfe der Makro- und Nahaufnahmefotografie erschaffe ich eine neue, abstrakte Art unserer Welt. Oder vielleicht sogar eine Vision einer anderen.

Ich lasse mich dabei von meiner Intuition und meinen Gefühlen leiten. Ich möchte meine Objekte in einer fast vogelperspektivischen Ansicht einfangen.

So dass es fast malerisch wirkt.

Manchmal verändere ich sogar die Farbgebung, um ein bestimmtes Gefühl oder einen bestimmten Ausdruck zu verfolgen.

In meiner abstrakten Glaskunst-Serie MELANCHOLIA OF THE SOUL verbinde ich die Verletzlichkeit der menschlichen Seele und die Zerbrechlichkeit von zerbrochenem Glas. Eine Serie über Zeiten der Melancholie und Depression. Eine Zeit, in der unsere Wahrnehmung getrübt sein kann und unsere Visionen und Hoffnungen für die Zukunft verschwommen sind. Zeiten, in denen Verwirrung und Konflikte in unserer Umgebung und in uns selbst Spannungen aufbauen können. Zeiten, in denen wir zusammenhalten und aufeinander aufpassen müssen, um den Mut aufzubringen, aus dieser Situation auszubrechen. Und wieder auf den Weg zur inneren Harmonie zu finden.
Diese Serie wurde inspiriert durch das schleichende Grauen, das sich Anfang 2020 in den Herzen der Menschen auf der ganzen Welt ausbreitet.

 

POLARITY OF WORLDS ist eine fortlaufende Serie, in der ich extrazelluläre Ablagerungen von ein- oder mehrzelligen, aquatischen, photoautotrophen Organismen zeigen wollte, die ich in Nahaufnahmen eingefangen habe, die mir eine Transformation vom Mikrokosmos zum Makrokosmos ermöglichen. Die Verbindung von Möglichkeiten unendlicher Welten und Leben, das in unserem Universum möglich sein könnte (oder ist).

FOLDED LINES – Reduktion, Abstraktion, Monochromie.

Eine Abhandlung über die menschliche Zweisamkeit, Formalität und Trennung des Ganzen. Sind wir Herdentiere, eine einzelne Zelle einer Einheit, oder können wir uns auch abtrennen, unser eigenes kleines Universum bauen und unabhängig, aber losgelöst vom Ganzen existieren? Letztendlich sind wir, egal wie sehr wir uns verbündet und verloren haben,
eins.

Viele kleine Fäden der Erfahrung, die zu einem Teppich des Lebens verwoben werden.
Anett Alexandra Bulano

Ich Liebe Abenteuer!

In meinem Kopf.
Oder zumindest auch dann, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Wenn ich es mit meinen eigenen Füßen nicht schaffe, nehme ich mir auch ein Buch oder widme mich gerne einem guten alten Rollenspiel.

Doch Zugern immer mit der Kamera. Des Öfteren auch in Bodennähe, denn ich liebe Dinge denen man sonst keine Beachtung schenkt.

Für das Leben bin ich wirklich dankbar und genieße auch die kleinsten Dinge.

 

Und natürlich liebe ich auch das Abstrakte.

 

Farben, Formen und Kontraste in natürlichen und von Menschenhand geschaffenen Objekten faszinieren mich jedes Mal aufs neue.
Etwas völlig neues oder einmaliges zu entdecken und mit meiner Kamera einzufangen hat für mich schon etwas ziemlich abenteuerliches.

Die Welt in Abstraktion zu sehen, gibt mir die Möglichkeit, all meine Gedanken, Interessen und Ideen zu verschmelzen und ein neues Werk zu erschaffen.

Eine weitere meiner Leidenschaften-

das Maskenbild.

Die enorme kreative Vielfalt dieses Berufes und die enge Zusammenarbeit mit Künstlern diverser Genres bringt mir unglaubliche Freude.

Seit der Diplomierung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bin ich freiberuflich bei Film und Bühne tätig.

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